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06.September 2007

November 2003

Die ersten Tage in meinem neuen Zuhause waren ganz aufregend und neu für mich. Hier gibt es gar keinen Drahtboden, auf dem es so unangenehm zu liegen ist. Herta 11/03
Foto: C. BierbaumDas erste Mal in meinem Leben lernte ich Stroh kennen. Im Stroh kann ich mir ein wunderschönes Nest bauen. Es ist schön, sich in das Stroh zu muckeln und ich habe so viel Platz. Es piekst zwar ein bisschen, weil ich keine Federn mehr habe, die wurden mir von meinen Schwestern in der Legebatterie ausgerupft, weil wir dort überhaupt keinen Platz hatten.
Ich kann auch jeden Tag aus dem grossen Käfig heraus und mir meine Umgebung anschauen. Da sind auch noch zwei Katzen, eine rote, die mich aber nicht so sehr mag und eine schwarze, die sich immer zu mir an die warme Rotlichtlampe legt.
Nach ein paar Tagen kam dann eine Frau und nahm mich einfach hoch und hielt mich fest. Dann fing sie an, mir einfach meine Fussnägel kürzer zu schneiden. Das tat nicht weh, aber ich hatte doch ganz schön Angst. Aber hinterher konnte ich auf einmal viel besser laufen.
Nach zwei Wochen kenne ich hier schon die ganze Wohnung, aber die Küche ist am schönsten, da stehen nämlich immer Schalen auf dem Boden mit Essen herum.
In dem Zimmer, das hier Wohnzimmer genannt wird, stehen viele grosse leckere Pflanzen, aber da darf ich nicht dran, obwohl die echt gut schmecken.
Nach 2 Wochen habe ich immer noch keine Federn bekommen, aber draussen ist es jetzt Winter und ohne meine Federn wäre mir das doch zu kalt.

Dezember 2003

Allmählich beginne ich mich an mein neues Zuhause zu gewöhnen. Ich vermisse zwar meine Schwestern, aber die schwarze Candy Katze ist ganz lieb zu mir und sitzt oft neben meinem Käfig oder liegt oben drauf. Wir dösen dann zusammen herum und ich erzähl ihr auch manchmal leise ein paar Geschichten von früher. Sie brummt dann zufrieden vor sich hin.

Mittlerweile habe ich auch meine ersten Federn am Hals bekommen und bin auch sonst ganz schön munter. Wenn ich meine, das ich vernachlässigt werde, fange ich einfach ganz laut an zu gackern und dann dauert es auch nicht lange, bis sich jemand mit mir beschäftigt.
Am liebsten laufe ich aber durch die Wohnung und gucke mal hier und mal da. Denn überall liegt etwas leckeres zu essen herum. Und manchmal gucke ich durch diese hellen Öffnungen in den Wänden und frage mich, wie es wohl da draussen ausieht. Letztens habe ich gehört, das ich bald nach draussen darf, was immer das auch sein mag. Auf jeden Fall hat es was mit den hellen Öffnungen in den Wänden zu tun und irgendwie bin ich da ganz neugierig.

Wie es im Januar weitergeht, erfahrt ihr hier.

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